Unsere Inklusiosnfighter bei der European Open 2026
Zwei Siege, ein Unentschieden und drei besondere Geschichten: Nivejan, Larissa und Eyübb haben bei der European Open gezeigt, was in ihnen steckt. Ihre Erlebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderung die Teilnahme an Wettkämpfen zu ermöglichen und sportliche Teilhabe selbstverständlich zu machen.
## Nivejan: Erster Boxkampf, erster Sieg
Für den 30-jährigen Nivejan war die European Open eine besondere Premiere: Der blinde Kickboxer bestritt seinen ersten Boxkampf und konnte direkt einen Sieg feiern.
Nivejan lebt mit einer Erblindung. Bei seinem ersten Kampf konnte er das Gelernte unter Wettkampfbedingungen einsetzen und eine ganz neue Seite seines Sports kennenlernen. Hinter diesem Auftritt stehen Training, gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, eine neue Herausforderung anzunehmen.
Auch sein Gegner hat zu diesem besonderen Debüt beigetragen. Beide haben sich sportlich gefordert und einander mit Respekt begegnet. Nivejans Familie war vor Ort, fieberte mit und unterstützte ihn. Den ersten Sieg gemeinsam mit seinen Angehörigen und seinem Team erleben zu können, machte diesen Tag besonders.
## Larissa: Dritter Boxkampf und ein Unentschieden
Larissa Neumann ist 27 Jahre alt, lebt mit einer geistigen Behinderung und bestritt bei der European Open ihren dritten Boxkampf. Die Begegnung endete unentschieden.
Mit jedem Kampf sammelt Larissa Erfahrung und entwickelt sich als Boxerin weiter. Im Ring sind Konzentration, Technik und die Fähigkeit gefragt, auf das Gegenüber zu reagieren. Larissa hat sich dieser Aufgabe erneut gestellt und einen weiteren wichtigen Schritt auf ihrem sportlichen Weg gemacht.
Auch ihr Gegenüber verdient Anerkennung. Zu einem guten Kampf gehören zwei Menschen, die sich gegenseitig fordern und respektieren. Gemeinsam haben sie eine Begegnung gestaltet, bei der beide ihr Können zeigen konnten. Unser Team stand hinter Larissa und freute sich mit ihr über diesen weiteren Wettkampf.
## Eyübb: Mit 16 Jahren zum ersten Wettkampfsieg
Eyübb ist 16 Jahre alt, nutzt einen Rollstuhl und ist als Ringer und Grappler aktiv. Bei der European Open trat er zu seinem ersten Wettkampf an und gewann direkt.
Beim Grappling zählen Technik, Kontrolle und das Gespür für den richtigen Moment. Eyübb konnte sein Können gleich bei seinem Debüt erfolgreich einsetzen. Ein starker Auftakt für den jungen Sportler und ein besonderer Moment für seine Familie, die vor Ort mitfieberte und ihn unterstützte.
Ein großes Dankeschön gilt auch seinem Gegner. Gemeinsam haben sie gezeigt, was eine gute sportliche Begegnung ausmacht: Einsatz, gegenseitiger Respekt und die Möglichkeit, sich miteinander zu messen.
## Teilhabe braucht Möglichkeiten
Wir sind stolz auf Nivejan, Larissa und Eyübb, auf ihre Leistungen und ihre Entwicklung. Unser Dank gilt ebenso ihren Gegnerinnen und Gegnern sowie allen, die diese Wettkampferfahrungen ermöglicht und die drei unterstützt haben.
Dabei geht es um mehr als Ergebnisse. Wie Nivejan selbst betont, soll sichtbar werden, dass Menschen mit Behinderung an solchen Wettkämpfen teilnehmen können. Sie haben ebenso das Recht, sich sportliche Ziele zu setzen, sich mit anderen zu messen und die Aufregung, Freude und Gemeinschaft eines Wettkampfs zu erleben.
Dafür braucht es zugängliche Veranstaltungen, passende Rahmenbedingungen und Menschen, die gemeinsam Möglichkeiten schaffen. Sportliche Teilhabe darf nicht vom Zufall oder allein vom Engagement Einzelner abhängen. Sie sollte selbstverständlich sein. Nivejan, Larissa und Eyübb haben bei der European Open gezeigt, wie viel möglich ist, wenn diese Möglichkeiten bestehen.